5.6.2019, 15.15-16.45 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Eva Labouvie zum Thema: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Ein Meilenstein zur Demokratie, OvGU, FHW, Geb. 40, Raum 138

 

Am 12 November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für Frauen nach Ausrufung der Deutschen Republik vom „Rat der Volksbeauftragten“ proklamiert, am 30. November 1918 trat es dann mit dem Reichswahlgesetz in Kraft. Frauen konnten erstmals am 19. Januar 1919 auf Reichsebene bei der verfassungsgebenden Nationalversammlung wählen und gewählt werden. 300 Frauen kandidierten, 37 von ihnen wurden bei insgesamt 427 Abgeordneten gewählt (8,7%). Zuvor schon, am 15. Dezember 1918, haben im damals gerade geschaffenen Freistaat Anhalt Frauen zum ersten Mal in Deutschland gleichberechtigt ein sich konstituierendes Landesparlament wählen dürfen.

Der Vortrag nimmt die Genese bis zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und zugleich die ganz besondere Rolle, die Frauen, Ereignisse und historische Zusammenhänge in den Vorläuferterritorien des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt auf dem Weg zu dieser Errungeschaft gespielt haben, in den Blick. Er fragt ebenso nach den Folgen und Auswirkungen in den jeweiligen historischen Kontexten.

Nach dem Vortrag wird eine Bildpräsentation konkrete und plastische Einblicke in das Geschehen geben.

 

Letzte Änderung: 03.06.2019 - Ansprechpartner: Prof. Dr. Eva Labouvie