Vortrag: Zwischen Alltag und Normen, Umbrüchen und Aufbrüchen: Frauen im 18. Jahrhundert, 5.11.2025, 13-15 Uhr
Vortrag im Rahmen des Programms des Seniorenstudiums der Otto-von-Guericke-Universität für das Wintersemester 2025
Prof. Dr. Eva Labouvie, OVGU und Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
5.11.2025, 13-15 Uhr, Geb. 40, Raum 25
Das 18. Jahrhundert gilt als „Jahrhundert der Frauen“, weil es die Auseinandersetzung der Aufklärer über den Menschen war, die auch neuartige Diskussionen zum Wesen und den Aufgaben der Frauen in der Gesellschaft initiierte. Die Resultate dieses Diskurses führten zur Veränderung der Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit und zur Revolution der Geschlechterordnung. Fragen zu Inferiorität, Superiorität, Gleichwertigkeit oder Gleichheit bildeten die Folie für den realen Wandel der Geschlechterverhältnisse und einen biologistisch begründeten neuen Entwurf der Geschlechterdifferenz, der noch heute die Basis unserer Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, männlichen und weiblichen Fähigkeiten, Räumen, Zuständigkeiten oder Berufen bildet. Der Vortrag fragt nach einer „Aufklärung“ in Bildung, Geselligkeit, Arbeits- und Lebenswelt wie Familie auch für Frauen und bezieht die Quedlinburger Ärztin Dorothea Christiana Erxleben als frühe Verfechterin einer Chancengleichheit für Frauen und Männer mit ein.