Mittelalter
Neuerscheinung "Eine Brückenlandschaft in Sachsen-Anhalt. Pfalzen und Zentralorte im östlichen Harzvorland"
In der Reihe 'Palatium. Studien zur Pfalzenforschung in Sachsen-Anhalt' ist soeben der gemeinsam von Prof. Stephan Freund, Dr. Pierre Fütterer, Alena Reeb und Michael Belitz (alle Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters) herausgegebene Band "Eine Brückenlandschaft in Sachsen-Anhalt. Pfalzen und Zentralorte im östlichen Harzvorland" erschienen.
Das östliche Harzvorland zwischen Saale, Elbe, Unstrut und Bode wurde aufgrund ausgezeichneter Bodenqualitäten und zahlreicher Bodenschätze bereits seit dem Neolithikum besiedelt. Im Frühmittelalter trafen hier Franken, Thüringer, Sachsen und Slawen aufeinander, so dass die Region geradezu als ethnischer ‚Schmelztiegel‘ und als regelrechte ‚Brückenlandschaft‘ bezeichnet werden kann. Obwohl zentrale Orte und zahlreiches Reichsgut in diesem Raum bekannt sind, fehlt es für die Zeit vom 9. bis ins frühe 13. Jahrhundert an Nachrichten über nennenswertes herrschaftliches Engagement. Den Gründen dafür gehen die Beiträge in diesem Band nach. Gefragt wird auch nach den naturräumlichen Voraussetzungen, den politischen Aktivitäten und den geschaffenen Strukturen unter anderem in Form von Burgen und Wegenetzen, die die Grundlage für die Entstehung wichtiger Herrschaftszentren unter den sogenannten Askaniern seit dem 12. Jahrhundert bildeten.
Zweite Förderperiode für das Repertorium der deutschen Königspfalzen
Mit Förderbescheid vom 8. Juni 2022 hat das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt die Mittel für die zweite Bearbeitungsphase des Bandes Sachsen-Anhalt des Repertoriums der deutschen Königspfalzen zur Verfügung gestellt. Von Oktober 2022 bis September 2024 werden damit 2,5 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen sowie Sachkosten finanziert.
Neuerscheinung "Thietmar von Merseburg zwischen Pfalzen, Burgen und Federkiel"
In der Reihe 'Palatium. Studien zur Pfalzenforschung in Sachsen-Anhalt' ist soeben der gemeinsam von Prof. Stephan Freund, Dr. Pierre Fütterer, Alena Reeb und Michael Belitz (alle Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters) herausgegebene Band "Thietmar von Merseburg zwischen Pfalzen, Burgen und Federkiel" erschienen.
Der Band behandelt verschiedene Facetten des Lebens und Wirkens Thietmars von Merseburg, dem wichtigsten Geschichtsschreiber der späten Ottonenzeit. Die Beiträge widmen sich etwa dem Selbstbild Thietmars und seinen Reisen, seiner Sicht auf die eigene Verwandtschaft und seinen slawischen Nachbarn, den Hintergründen der Wiedererrichtung seines Bistums und nicht zuletzt seinem wohl wichtigsten Gönner, Erzbischof Tagino von Magdeburg. Auf diese Weise werden vielfältige neue Einsichten zum Autor und seiner Arbeitsweise vermittelt und neue Lesarten des Werkes aufgezeigt.
Hier gelangen Sie zur Publikation auf der Seite des Verlags Schnell+Steiner.
Repertorium der deutschen Königspfalzen: Band Sachsen-Anhalt
Ein gewichtiger Teil des historisch-kulturellen Erbes des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt ist im 10. Jahrhundert entstanden, als die Könige aus der Familie der Ottonen hier ihren Herrschaftsmittelpunkt hatten. An zahlreichen Orten kam es zur Einrichtung von Pfalzen, wo sich die Könige, die ihre Herrschaft in Form des Reisekönigtums ausübten, überwiegend aufhielten.
Die herausragende Bedeutung dieses Raums für die mittelalterliche Königsherrschaft steht bislang in diametralem Gegensatz zum Stand seiner wissenschaftlichen Erforschung. Der Band Sachsen-Anhalt fehlt im Repertorium der deutschen Königspfalzen bis heute!
Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt hat mit Förderbescheid vom 20. April 2020 nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Forschungsstand für Sachsen-Anhalt durch interdisziplinäre wissenschaftliche Grundlagenarbeit demjenigen anderer Bundesländer anzupassen und mit der Arbeit an den einzelnen Ortsartikeln zu beginnen und so in längerer Perspektive den entsprechenden Band des vom Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main) herausgegebenen Repertoriums zu verfassen. .
Neuerscheinung 'Wegbegleiter. Festschrift für Bernd W. Bahn zu seinem 80. Geburtstag"
Neuerscheinung: „WegBegleiter. Interdisziplinäre Beiträge zur Altwege- und Burgenforschung. Festschrift für Bernd W. Bahn zu seinem 80. Geburtstag“
Der Band aus Anlass des 80. Geburtstages des Archäologen und Wegeforschers Bernd W. Bahn vereint Beiträge, die zugleich die vielfältigen Forschungsinteressen des Jubilars widerspiegeln. Zeitlich und thematisch erstrecken sie sich von der Vorgeschichte bis in das späte Mittelalter, bieten Betrachtungen zur Wegeforschung, Archäologie, Namenkunde und der Mittelalterlichen Geschichte.
Herausgegen wurde der Band von Martin Freudenreich (LDA Halle), Pierre Fütterer (Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters) und Anna Swieder (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). Der Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters ist zudem mit drei Beiträgen von Stephan Freund, Christian Warnke und Pierre Fütterer vertreten.
Neuerscheinung "Die Königspfalzenlandschaft Sachsen-Anhalt und der Osten"
In der Reihe 'Palatium. Studien zur Pfalzenforschung in Sachsen-Anhalt' ist vor kurzem der von Prof. Stephan Freund, Alena Reeb und Michael Belitz (alle Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters) herausgegebene Band "Die Königspfalzenlandschaft Sachsen-Anhalt und der Osten" erschienen.
Die interdisziplinären Beträge veranschaulichen, dass zwischen dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt und den Gebieten östlich von Elbe und Saale vielfältige Beziehungen und ein lebendiger Begegnungsraum existierten. Gezeigt wird, dass die Elbe nicht, wie früher angenommen, eine scharfe Grenze zu den Slawen bildete, sondern zwischen der ottonischen und slawischen Führungsschicht eine enge Kooperation bestand.
Der Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters ist mit drei Beiträgen (Pierre Fütterer, Stephan Freund, Michael Belitz) in dem Band vertreten; mit Christian Warnke steuerte zudem ein langjähriger Mitarbeiter des Lehrstuhls einen Aufsatz bei.
Um das Werk auf der Seite des Verlags Schnell&Steiner zu finden, klicken Sie bitte hier.